Skip to main content

XProtect Management Client

Failover-Aufzeichnungsserver

Last Updated: 4 minute read
Version2026r1
SpracheDeutsch

Die Funktionalität der Failover-Aufzeichnungsserver

  • Ein Failover-Aufzeichnungsserver überprüft den Status relevanter Aufzeichnungsserver alle 0,5 Sekunden. Falls ein Aufzeichnungsserver 2 Sekunden lang nicht reagiert, wird er als nicht verfügbar eingestuft und der Failover-Aufzeichnungsserver übernimmt

  • Ein Cold-Standby-Failover-Aufzeichnungsserver übernimmt die Aufzeichnung für den nicht mehr verfügbaren Server nach fünf Sekunden sowie dem Zeitraum, in dem die Verbindung zu den Kameras aufgebaut wird. Ein Hot-Standby-Failover-Aufzeichnungsserver hingegen übernimmt schneller, da der Recording Server-Dienst bereits über die korrekte Konfiguration verfügt und nur die Kameras starten muss, um Feeds zu liefern. Während des Systemstarts können Sie weder Aufzeichnungen speichern noch Live-Video von betroffenen Kameras sehen

  • Sobald ein Aufzeichnungsserver wieder verfügbar ist, übernimmt er automatisch für den Failover-Aufzeichnungsserver. Vom Failover-Aufzeichnungsserver gespeicherte Aufzeichnungen werden automatisch in den Datenbanken des Standard-Aufzeichnungsservers zusammengeführt. Die Dauer dieses Vorgangs hängt von der Aufzeichnungsmenge, Netzwerkkapazität und weiteren Faktoren ab. Während der Zusammenführung können Sie keine Aufzeichnungen aus dem Zeitraum der Übernahme durch den Failover-Aufzeichnungsserver einsehen

  • Wenn ein Failover-Aufzeichnungsserver beim Zusammenführen während der Einrichtung eines Cold-Standby-Failover-Aufzeichnungsservers die Aufgabe eines anderen Aufzeichnungsservers übernehmen muss, verschiebt er den Zusammenführungsprozess mit Aufzeichnungsserver A und übernimmt die Aufgabe von Aufzeichnungsserver B. Wenn Aufzeichnungsserver B wieder verfügbar ist, nimmt der Failover-Aufzeichnungsserver den Zusammenführungsprozess wieder auf, so dass sowohl Aufzeichnungsserver A als auch Aufzeichnungsserver B gleichzeitig Aufnahmen zusammenzuführen können.

  • In einer Hot-Standby-Konfiguration kann ein Hot-Standby-Server nicht für einen zusätzlichen Aufzeichnungsserver übernehmen, da er nur Hot Standby für einen einzigen Aufzeichnungsserver sein kann. Fällt dieser Aufzeichnungsserver jedoch wieder aus, übernimmt der Hot-Standby-Server abermals und behält die zuvor gemachten Aufzeichnungen. Der Aufzeichnungsserver behält Aufzeichnungen, bis sie wieder im primären Recorder zusammengeführt werden oder dem Failover-Aufzeichnungsserver kein Festplattenspeicher mehr zur Verfügung steht

  • Eine Failover-Lösung bietet keine vollständige Redundanz. Sie ist nur eine zuverlässige Methode, um Ausfallzeiten zu minimieren. Wenn ein Aufzeichnungsserver wieder verfügbar ist, stellt der Failover Server-Dienst sicher, dass der Aufzeichnungsserver wieder Aufzeichnungen speichern kann. Erst dann ist der eigentliche Aufzeichnungsserver wieder für die Speicherung von Aufzeichnungen zuständig. Daher ist ein Aufzeichnungsverlust in diesem Teil des Prozesses sehr unwahrscheinlich

  • Für Clientbenutzer ist die Ablösung durch den Failover-Aufzeichnungsserver fast unmerklich. Eine kurze Pause tritt auf, die meistens nur ein paar Sekunden dauert, wenn der Failover-Aufzeichnungsserver übernimmt. Während dieser Pause können Benutzer nicht auf Videoaufnahmen des betroffenen Aufzeichnungsservers zugreifen. Clientbenutzer können wieder Live-Video ansehen, sobald der Failover-Aufzeichnungsserver übernommen hat. Da neue Aufzeichnungen auf dem Failover-Aufzeichnungsserver gespeichert werden, können Sie Aufzeichnungen aus der Zeit abspielen, nachdem der Failover-Aufzeichnungsserver übernommen hat. Clients können keine älteren, nur auf dem betroffenen Aufzeichnungsserver gespeicherten Aufzeichnungen abspielen, bis dieser Aufzeichnungsserver wieder funktioniert und für den Failover-Aufzeichnungsserver übernommen hat. Sie haben keinen Zugriff auf archivierte Aufzeichnungen. Wenn der Aufzeichnungsserver wieder funktioniert, findet eine Zusammenführung statt, bei der die Failover-Aufzeichnungen wieder mit der Datenbank des Aufzeichnungsservers zusammengeführt werden. Während dieses Vorgangs können Sie keine Aufzeichnungen aus dem Zeitraum abspielen, in dem der Failover-Aufzeichnungsserver übernommen hat

  • In einer Cold-Standby-Konfiguration ist es nicht notwendig, einen Failover-Aufzeichnungsserver als Backup für einen anderen Failover-Aufzeichnungsserver einzurichten. Dies liegt daran, dass Sie Failover-Gruppen und keine bestimmten Failover-Aufzeichnungsserver für die Ablösung bestimmter Aufzeichnungsservers zuweisen. Eine Failover-Gruppe muss mindestens einen Failover-Aufzeichnungsserver enthalten, doch Sie können so viele wie notwendig hinzufügen. Falls eine Failover-Gruppe mehr als einen Failover-Aufzeichnungsserver enthält, steht mehr als ein Failover-Aufzeichnungsserver zur Ablösung bereit.

  • In einer Hot-Standby-Konfiguration können Sie keine Failover-Aufzeichnungsserver oder Hot-Standby-Server als Failover für einen Hot-Standby-Server einrichten

Failover-Schritte

Ein ausfallsicherer Aufzeichnungsserver übernimmt von einem Aufzeichnungsserver, der nicht erreichbar ist, im XProtect VMS.

Beschreibung

Beteiligte Server (Zahlen in blau):

  1. Aufzeichnungsserver

  2. Failover-Aufzeichnungsserver

  3. Management-Server

Failover-Schritte für Cold-Standby:

  1. Um zu prüfen, ob er läuft oder nicht, steht ein Failover-Server in ständiger TCP-Verbindung mit einem Aufzeichnungsserver.

  2. Diese Verbindung wird unterbrochen.

  3. Der Failover-Aufzeichnungsserver erfragt die aktuelle Konfiguration des Aufzeichnungsservers vom Management-Server. Der Management-Server sendet die angefragte Konfiguration, der Failover-Aufzeichnungsserver erhält sie und beginnt dann anstelle des Aufzeichnungsservers mit der Aufzeichnung.

  4. Der Failover-Aufzeichnungsserver und die relevante(n) Kamera(s) tauschen Videodaten aus.

  5. Der Failover-Aufzeichnungsserver versucht kontinuierlich, die Verbindung mit dem Aufzeichnungsserver wiederherzustellen.

  6. Wenn die Verbindung zum Aufzeichnungsserver wiederhergestellt ist, ruft der Aufzeichnungsserver während seiner Ausfallzeit gegebenenfalls aufgezeichnete Videodaten ab und führt sie in der Datenbank des Aufzeichnungsservers wieder zusammen.

Failover-Schritte für Hot-Standby:

  1. Um zu prüfen, ob er läuft oder nicht, steht ein Hot-Standby-Server in ständiger TCP-Verbindung mit dem zugewiesenen Aufzeichnungsserver.

  2. Diese Verbindung wird unterbrochen.

  3. Der Hot-Standby-Server kennt die aktuelle Konfiguration des zugewiesenen Aufzeichnungsservers bereits und beginnt an seiner Stelle aufzuzeichnen.

  4. Der Hot-Standby-Server und die relevante(n) Kamera(s) tauschen Videodaten aus.

  5. Der Hot-Standby-Server versucht kontinuierlich, die Verbindung mit dem Aufzeichnungsserver wiederherzustellen.

  6. Wenn die Verbindung zum Aufzeichnungsserver wiederhergestellt wurde, kehrt der Hot-Standby-Server in den Hot-Standby-Modus zurück und der Aufzeichnungsserver erhält (ggf.) Videodaten, die während der Ausfallzeit aufgenommen wurden. Diese werden in seiner Datenbank zusammengeführt.